Sümeg

Sümeg streckt sich als eine Perle der Barockzeit am Zusammentreffen vom Bakony und dem westlichen Winkel von Balaton-felvidék. Zwischen seinen alten Gebäuden ragt die Burg als Schmuckkästchen empor, dem Reisenden bereits aus der Ferne Richtung zeigend und ihn dazu bewegend, hier unbedingt anzuhalten.

Sie werden sich auch nicht enttäuschen: In Sümeg fühlen wir uns auch selbst als Kinder der Geschichte, in den mit Kopfsteinpflaster belegten kleinen Gassen spazierend und zwischen die barocken Wände des Bischofspalastes oder unter die kühlen Bogen des aus dem XVI. Jahrhundert stammenden und auch heute betriebenen Weinkellers zu einer gastronomischen Erfrischung einkehrend, oder das Gebäude der landesweit berühmten und auch als Wallfahrtsort bekannten Franziskaner-Wallfahrtskirche und des Klosters in der Hoffnung auf seelischen und spirituellen Entspannung abzielend. Wenn wir körperlich und seelisch die nötige Kraft angesammelt haben, können wir aufbrechen und die Burg auf dem im Herzen der Stadt ragenden Hügel erobern. Es lohnt sich, unseren historischen Streifzug auch oben, unter den mittelalterlichen Mauern fortzusetzen: Wir können hier die damaligen Waffen unseres Landes, die Folterinstrumente, Kanonen und das Heiligtum alter Gewerben sehen.

Und wenn wir die ritterlichen Ereignisse der längsten Vergangenheit auch live sehen möchten, spazieren wir zurück an die Burgmauer, wo wir uns in der bedeckten Ritter-Arena mit den Rittern, Burgherren und Burgfrauen zusammen an den Historischen Ritterspielen aufregen können. Als Krönung des historischen Tages schmausen wir mit den Teilnehmern auf mittelalterliche Art.

Sümeg

Die Liebhaber alter Zeiten können hier eine etwas ausführlichere Beschreibung über die Vergangenheit der Stadt lesen:

Am Rande von Sümeg wurden eine Feuersteinmine (heute Naturschutzgebiet und Museum), eine Siedlung aus der Römerzeit und eine altchristliche Basilika aufgedeckt. König Béla IV. begann nach dem Tatarensturm mit dem Bau der landesweit bekannten Burg, die später die Bischöfe von Veszprém ergänzten. Im XVI. Jahrhundert fielen Fehérvár und Veszprém den Türken in die Hände und dadurch wurde die Sümeger Burg eines der wichtigsten Zentren Transdanubiens. Nach dem von Rákóczi geführten Freiheitskampf wurde sie von den Österreichern in Brand gesetzt und zerstört. Der Bischof György Széchenyi ließ um die Mitte des XVII. Jahrhunderts um die Stadt eine mit Basteien verstärkte Steinmauer in einer Länge von 1100 m bauen. Ein Teil der Mauer ist auch noch heute zu sehen. Innerhalb dieser Wände wurde im Laufe des XVIII. Jahrhunderts die sog. Adelsinnenstadt ausgebaut. In ihrem Zentrum stehen die im XVII. Jahrhundert gebaute und in der ersten Hälfte des XVIII. Jahrhunderts beachtlich erweiterte Franziskanerkirche und Kloster, sowie die Gebäude des Palastes, den der Veszprémer Bischof Márton Padányi Bíró errichten ließ (XVIII. Jh.). Das ist von der winzigen Innenstadt in Form eines Halbkreises umgeben. Hier steht die Geburtsstätte des Dichters Sándor Kisfaludy (1772-1844), die heute das Stadtmuseum beherbergt. Östlich von der Innenstadt entwickelte sich im Laufe des XVI. Jahrhunderts der Stadtteil der damaligen Leibeigenen, der sog. Tokaj. An ihrem nördlichen Rande, am Fuß des in die Burg führenden Weges steht der im XVIII. Jahrhundert gebauter Burgstall. Westlich von der Innenstadt, im auf mittelalterlichen Fundamenten entwickelnden Stadtteil „Dreizehn Städte“ steht die Parochialkirche, die der Bischof Padányi bauen ließ und mit den Fresken von aus Österreich stammenden Franz Anton Maulbertsch verziert, und heute eines der bekanntesten Werke der heimischen Barocks ist. Am malerischen Punkt von Sümeg befindet sich der Friedhof der Stadt, wo zahlreiche, in Spätbarock- Empire- Zopf- und klassizistischen Stil errichteten Grabdenkmäler das Andenken der Familien Kisfaludy, Darnay, Eitner, Ramasetter, Bogyai, Cseh usw., und das von Adeligen, Handwerkern und einfachen Bürgern bewahren.

Sehenswürdikeiten

Capári Reitschule-Burgstall; Geburtsstätte von Sándor Kisfaludy; Töpferei Panotai; Ausstellung des Husarenvereins "Balatonfelvidéki Radetzky Huszáregyesület"; Sümeger Burg; Bischofspalast; Sarvalyi Erdő; SarvalyiQuellehaus; Sarvalyi Dorf undKircheruinen; Neolit Altei Feuersteinbruch- Sümegi Erdnusshügel Naturschutzgebiet; Sümegi-Várhegy